FAQ

1. Allgemeine Fragen

Wie gefährlich ist das?

Die größte Gefahr bei Piercings und Tattoos stellen Infektionen der jeweiligen Körperstellen dar. Eine Beschädigung von Nerven durch das Stechen kommt praktisch nicht vor.
Piercing: Bleibt man bei den klassischen, medizinisch vertretbaren Piercingstellen (siehe "Piercing") und wird das Piercing fachgerecht und unter Einhaltung der Hygienevorschriften durchgeführt, ist das Restrisiko einer Infektion beim Stechen selbst minimal. Mit gewissenhafter und hygienischer Pflege und Nachsorge kann man auch das etwas größere Risiko einer Infektion während des Abheilprozesses minimieren.
Tattoo: Auch hier gilt: bei fachgerechter und hygienisch einwandfreier Durchführung und Nachsorge ist das Infektionsrisiko verschwindend gering.

Tut das weh?

Die häufigste und gleichzeitig die am schwierigsten zu beantwortende Frage, da das Schmerzempfinden von Mensch zu Mensch extrem unterschiedlich ist.
Piercing: Von Stelle zu Stelle unterschiedlich. Deshalb haben wir in der Rubrik "Piercing" unter anderem für jede Stelle den "Schmerzfaktor" angegeben. Dieser sollte eine recht genaue Vorstellung davon vermitteln, was Euch erwartet. Generell gilt jedoch: es tut selten so weh, wie man es sich vorstellt und je aufgeregter man ist, desto schlimmer wird es empfunden.
Tattoo: Je nach Körperstelle sehr unterschiedlich. Besonders umempfindlich ist z.B. die Außenseite des Oberarms, während die Innenseite sehr empfindlich ist. Die ersten 10 Minuten sind immer die schlimmsten, danach beginnt man sich an den Schmerz zu gewöhnen. Üblicherweise fängt es erst nach 3-4 Stunden wieder an, stärker zu schmerzen.

Was kostet das?

Piercing: Preisauskünfte erhaltet Ihr direkt in unserem Studio oder auf telefonische Anfrage.
Tattoo: Sehr unterschiedlich, je nach Aufwand, persönliche Absprache notwendig.

Wie bekomme ich einen Termin?

Piercing: Wir haben jeden Tag 1 Stunde, in der Ihr unangemeldet zum Piercen vorbeikommen könnt: Dienstags bis freitags von 17 - 18 Uhr, samstags von 11 - 12 Uhr. Eine begrenzte Anzahl Abendtermine vergeben wir auf Anfrage.
Intimpiercing: Nur nach Terminvereinbarung.
Tattoo: Es gibt einen Terminvergabetag im Jahr, voraussichtlich immer im September, an denen (bzw. auch an den darauffolgenden Tagen) Termine für das nächste Jahr vergeben werden.
Den aktuellen Terminvergabetag erfahrt Ihr immer rechtzeitig auf dieser Website.

Wie alt muss ich sein?

Piercing: 18 Jahre, darunter nur mit bei uns im Studio unterschriebener Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten.
Tattoo: 18 Jahre (ohne Ausnahme!).

Was tun bei Entzündungen etc.?

Die fachgerechte Nachsorge und Behandlung ist für uns besonders wichtig. Falls Ihr nicht sicher seid, ob alles in Ordnung ist, könnt Ihr Euch natürlich jederzeit an uns wenden, selbst wenn das Piercing / Tatttoo nicht von uns ist.
Piercing: Auf jeden Fall (richtig!) behandeln. Dazu muss zunächst festgestellt werden, ob es sich tatsächlich um eine Entzündung oder um eine Allergie, Hautreizung o.ä. handelt. Zur Sicherheit am besten zu uns ins Studio kommen. Nur dann können wir individuelle Tipps und Empfehlungen geben.
Tattoo: Komplikationen sind sehr selten. Falls doch: Auf jeden Fall sofort vorbeikommen!

Was tun vor und nach einer Operation?

Piercing: Metallischer Piercingschmuck muss vor Operationen üblicherweise entfernt werden. Nach der OP sollte der Schmuck schnellstmöglich wieder eingesetzt werden, um ein Zuwachsen des Stichkanals zu verhindern. Dabei ist es erforderlich, den Schmuck vor dem Einsetzen gründlich zu reinigen und mit einer Wund- und Heilsalbe zu bestreichen, damit das Gewinde nicht die Haut im Stichkanal verletzt. Die maximale Dauer, die das Piercing aus dem Stichkanal herausbleiben kann, hängt sehr von der Körperstelle und dem Alter des Piercings ab.
Tattoo: Sollte das Tattoo im Bereich einer Operationsstelle liegen, ruhig den Arzt fragen, ob eine Beschädigung des Tattoos vermeidbar ist. Wenn dies nicht möglich ist, kann das Tattoo in den meisten Fällen nach vollständiger Abheilung der OP-Wunde "repariert" werden.

Was tun während Schwangerschaft / Stillzeit?

Bauchnabel: Im Verlauf der Schwangerschaft wird das Schmuckstück zu kurz. Bevor es dadurch zu Verletzungen / Reizungen kommt, sollte ein überlanger Teflonstab eingesetzt werden. Dieser kann problemlos bis zur Entbindung getragen werden und ist bei uns im Studio erhältlich. Nach der Entbindung sollte der Schmuck so bald wie möglich wieder eingesetzt werden.
Brustwarze: Gegebenenfalls muss während der Schwangerschaft ein längerer Stab eingesetzt werden. In der Stillzeit sollte der Schmuck natürlich ganz entfernt werden. Die Chance, dass das Piercing dann zuwächst, ist allerdings relativ hoch. Stillen ist aber problemlos möglich.
Sonstige: Für die meisten anderen Piercings gilt das Vorgehen wie unter "Operation" beschrieben.
Tattoo: Tattoos auf der Bauchhaut sollten während der Schwangerschaft regelmäßig eingecremt werden. Beschädigungen durch Geweberisse o.ä. können nachher meist problemlos repariert werden.

Was tun bei Allergien?

Auf bestehende Allergien sollte vor einem Piercing / Tattoo unbedingt hingewiesen werden, damit wir entscheiden können, ob es Probleme bereiten könnte.
Piercing: Der von uns verwendete Schmuck für den Ersteinsatz ist in Bezug auf Allergien unproblematisch. Häufig tritt jedoch eine Pflegemittel-Allergie auf. Bei Hautveränderungen daher bitte mit uns Rücksprache halten.
Tattoo: Die am häufigsten auftretende allergische Reaktion wird durch das in fast allen Tattoo-Farben enthaltene Glyzerin ausgelöst. Eine bestehende Glyzerin-Allergie sollte jedoch jedem Betroffenen bekannt sein. Schwarze Farbe gilt generell als unproblematisch. Verschiedene Farbtöne können theoretisch durch die verwendeten Pigmente Allergien hervorrufen. Hier kann nur ein individuelles Beratungsgespräch für Sicherheit sorgen. Wir verwenden nur getestete Farben, die keinerlei unerwünschte Fremdstoffe enthalten.

Wann darf ich wieder in die Sauna / ins Solarium / ins Schwimmbad gehen?

Piercing: Durch das hohe Infektionsrisiko an den o.g. Orten sollte man bei günstigem Heilungsprozess mindestens 2-3 Wochen warten, bei ungünstigem Verlauf ggf. länger.
Tattoo: Wenn die äußere Hautschicht abschließend verheilt ist, sind Besuche in Sauna oder Schwimmbad kein Problem. Vor direkter Bestrahlung durch Sonne und Solarium sollte das Tattoo mindestens 8 Wochen, besser ein halbes Jahr geschützt werden. Ansonsten verblassen die Farben und es altert sehr schnell.

2. Fragen zu Piercings

Probleme beim Verheilen

Leider gibt es vielfältige Probleme, die während der ersten Heilungsphase oder auch später noch auftreten können. Es ist unmöglich, dafür allgemeingültige Tipps zu geben, aber es gilt: Je schneller man (richtig) reagiert, desto schneller bekommt man die Probleme in den Griff. Bei Unsicherheit solltet Ihr am besten bei uns anrufen oder direkt vorbeikommen, damit wir Euch individuell beraten können. Vorsicht vor scheinbar allgemeingültigen Ratschlägen von Laien! Verschiedene Ursachen (z.B. Entzündungen oder Allergien) können u.U. ein gleiches Erscheinungsbild haben, müssen aber vollkommen unterschiedlich behandelt werden (s.o.). Es gibt aber keine Probleme, die man mit dem richtigen Vorgehen nicht in den Griff bekommt.

Wie schnell wächst ein Piercing zu?

Wenn ein Piercing nicht abschließend verheilt war, erfolgt das Zuwachsen innerhalb weniger Tage, in Einzelfällen sogar innerhalb weniger Stunden. Unter Umständen können wir das Piercing hier im Studio dann aber trotzdem noch einsetzen. Vollständig abgeheilte Piercings verhalten sich je nach Körperstelle extrem unterschiedlich. Erfahrungsgemäß bleiben Ohrläppchen- und Augenbrauenlöcher immer offen und setzten sich nur mit einem Talgpfropf zu, während z.B. Löcher in Unterlippe oder Nase oft schon nach wenigen Tagen anfangen zuzuwachsen. Das extremste Beispiel unterschiedlicher Zuwachszeiten ist die Zunge: Wurde das Piercing weniger als ein Jahr getragen, wächst das Loch oft innerhalb weniger Tage zu. Nach langer Tragezeit kommt es häufig vor, dass das Loch nicht vollständig zuwächst, sondern sich lediglich zusammenzieht. Ein Bauchnabelpiercing wächst dagegen immer wieder zu. Dies kann jedoch mehrere Wochen dauern.

Meine Eltern erlauben mir kein Piercing? Was soll ich tun?

Bringt Eure Eltern am besten zu einem individuellen Beratungsgespräch mit ins Studio. Wir können dann gemeinsam versuchen, eventuelle Befürchtungen oder Vorurteile abzubauen. Ansonsten müsst Ihr leider bis zum 18. Geburtstag warten.

3. Fragen zu Tattoos

Kann ich ein eigenes Motiv mitbringen?

Natürlich! Inwieweit es sich sinnvoll umsetzen lässt, könnt Ihr vorher bei uns im Studio abklären.

Kann man eine alte Narbe übertätowieren?

Meistens ja, zumindest wenn die Narbe schon einige Jahre alt ist. In vielen Fällen bietet es sich jedoch an, die Narbe nicht einfach überzutätowieren, sondern sie in ein Tattoo-Motiv zu integrieren.

Ich habe ein altes hässliches Tattoo. Was kann ich tun?

In fast allen Fällen gibt es eine Lösung. Ob ein Cover-up mit einem anderen Motiv oder die Überarbeitung des bestehenden Motivs die bessere Lösung ist, kann nur ein individuelles Gespräch bei uns im Studio klären.